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Ergebnis dieser Untersuchung war, dass in Wermelskirchen 2 Schulen PCB-belastet sind. Hierbei handelt es sich um die Grundschule Ost und die städtische Realschule. In sonstigen Gebäuden wurde keine PCB-Belastungen festgestellt.
Die Ergebnisse der PCB-Messungen seit 1992 sind hier als PDF-Dokument einsehbar.
Die Raumluftbelastungen waren in beiden Objekten von Anfang an sehr unterschiedlich. Wurden in der GS-Ost bei rd. 50 Messungen bis heute lediglich zwei Messergebnisse über 3000 ng/m3 Raumluft festgestellt, haben sich bei der Realschule bei rd. 100 Messungen 14 Messergebnisse ergeben, die über 3000 ng/m3 lagen. Spitzenwerte erreichten bis 11600 ng/m3. Von Bedeutung ist hier, dass erst bei Raumluftbelastungen über 3000 ng/m3 ein akuter Handlungsbedarf besteht.
Wichtig ist hier, dass alle Messergebnisse über 3000 ng vor der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen festgestellt worden sind. Nach Durchführung von Sanierungsmaßnahmen wurden keine Ergebnisse dokumentiert, die einen akuten Handlungsbedarf begründen.
Hierbei ist bei PCB-belasteten Baustoffen zu unterscheiden zwischen Primärquellen (Baustoffe, denen PCB, z.B. zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit, gezielt zugegeben wurde) und Sekundärquellen (Baustoffe, die ausgasende PCBs aufnehmen, speichern und dann wieder abgeben).
Nach Abschluss und Auswertung der Baustoffuntersuchungen wurde zur Feststellung der erforderlichen Maßnahmen und Arbeitsabläufe zur Sanierung in beiden Schulen unmittelbar im Anschluss der Auswertung noch im Jahr 1994 jeweils eine Pilotsanierung durchgeführt, wobei für einen 1. Sanierungsabschnitt Zielsetzung die Entfernung der inneren Fugenmassen als Primärquelle war.
Ergebnis der 1. Sanierungsmaßnahme war eine erhebliche Senkung der Raumluftbelastung. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Minderung der Raumluftbelastung in der GS-Ost höher war als in der Realschule.
Während in der GS-Ost ab 11/1995 bis zu den letzten Messungen die Raumluftbelastung im Mittel zwischen 300 und 780 ng/m3 lag, lagen nach der Sanierung der Fugenmassen in der Realschule die Werte im Durchschnitt immer noch bei 1500 ng/m3. Das begründete auch die Entscheidung weitere Sanierungsmaßnahmen vordergründig auf die Realschule zu beziehen, weil hier die Raumluftbelastung deutlich höher als in der GS-Ost war.
In einem 2. Sanierungsabschnitt in den Jahren 1996 und 1997 der komplette Oberboden saniert. In der GS-Ost wurden bereits 1995 in zwei Klassen des Erweiterungsbaus saniert.
Im Zuge dieser Pilotmaßnahme wurde darüber hinaus untersucht, in wie weit die nach wie vor belasteten Außenfugen Einfluss auf die Raumluft haben. Bei den umfangreichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass die PCB-belasteten Außenfugen keinen Einfluss auf die Raumluft haben.
Bis Ende 2004 sollen in zusammenhängenden Teilbereichen 20 Räume, Treppenhäuser und Flurbereiche abschließend komplett saniert werden. Die vorgesehenen Maßnahmen beziehen sich dabei auf die Sanierung von Anstrichen, die Erneuerung von Decken die Erneuerung der Beleuchtungskörper und die Erneuerung von Fensterbänken.
In der GS-Ost sind zur Zeit aufgrund der nur geringen Raumluftbelastungen keine konkreten Maßnahmen vorgesehen
Mit Fertigstellung des 3. Sanierungsabschnitts sind in der Realschule alle primär- und sekundärkontaminierten Bauteile ausgetauscht. Bis dahin werden in den beiden Schulen für die PCB-Sanierung insgesamt rd. 750.000 Euro investiert sein.